Corona: Ab Januar 2021 geänderte Überschuldungsprüfung

08.12.2020

LESEZEIT:

Gerade in der Krise von Unternehmen dreht sich alles um den Begriff der Überschuldung.

Die Überschuldung zeigt die Lage des Unternehmens an und gibt vor, welche Möglichkeiten zur Krisenbewältigung von den betroffenen Unternehmen genutzt werden können.

Insbesondere das Instrument des Insolvenzverfahrens kann nur von dem Unternehmen genutzt werden, das überschuldet ist.

Doch was steckt hinter dem Begriff der Überschuldung? Wir füllen diesen Begriff mit Leben und bringen Sie auf den neuesten Stand über aktuelle Entwicklungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

 

Was bedeutet die Überschuldung?

Von Überschuldung eines Unternehmens wird immer dann gesprochen, wenn das Vermögen die Schulden nicht mehr deckt.

Sowohl die Steuerberater und Anwälte, die auf der Seite Ihres Unternehmens stehen, als auch die Richter, die mit den Fällen der Insolvenz befasst sind, müssen die Zahlen des Unternehmens deuten. Hierbei muss die Entscheidung getroffen werden, ob das Unternehmen bloß Schwierigkeiten hat, die Rechnungen zu begleichen oder ob es gar nicht mehr fähig ist, seine Schulden zu begleichen. Dabei gibt es keine absoluten Zahlen oder Grenzwerte, wann Überschuldung vorliegt. Vielmehr hängt die Entscheidung oft vom Einzelfall ab und muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Somit stehen die Beteiligten oft vor einer Entscheidung, die sich in verschiedene Richtungen entwickeln kann.

 

Prognoseentscheidung

Die Überschuldung wird festgestellt, indem rückblickend für einen bestimmten Zeitraum im betroffenen Unternehmen das Kapital den Schulden gegenübergestellt wird. Übersteigen die Schulden das Kapital, ist von Überschuldung des Unternehmens zu sprechen.

Technisch werden hierfür die vergangenen 12 Monate betrachtet. So ergibt sich ein realistisches Bild über die Lage des Unternehmens.

 

Neue Regeln ab Januar 2021

Kürzerer Prognosezeitraum für die Überschuldungsprüfung

Zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 31. Dezember 2021 soll anstelle des Zeitraums von zwölf Monaten ein Zeitraum von vier Monaten zugrunde zu legen sein, wenn

 

  1. der Schuldner zum 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig war,

  2. der Schuldner in dem letzten, vor dem 1. Januar 2020 abgeschlossenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet hat und

  3. der Umsatz aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Kalenderjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent eingebrochen ist

 

Warum wird der Prognosezeitraum verkürzt?

Die Verkürzung des Prognosezeitraums soll Verbesserungen der Sanierungsoptionen der Unternehmen erreichen. Zugutekommen soll diese Maßnahme insbesondere den Unternehmen, die infolge der Maßnahmen, die zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie ergriffen worden sind, Umsatzeinbuße erlitten haben.

Somit sollen in der nach wie vor nicht bewältigten Wirtschaftskrise Zugangsregelungen zu Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vorübergehend und beschränkt auf Unternehmen, deren finanzielle Krise auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist, gelockert werden, um der aktuell erhöhten Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung Rechnung zu tragen.

 

Die Änderung sorgt also dafür, dass mehr Unternehmen das effektive Sanierungsinstrument des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung nutzen können.

 

 

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